Brandstiftung auf dem Bauernhof

Freitag, 12. November 2010
(Sächsische Zeitung)

Brandstiftung auf dem Bauernhof

Von Katja Zimmermann
Ein verkohlter Strohballen zeugt noch von dem Brand, der am Mittwochabend ausgebrochen war. Die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung. Foto: MatthiasWeber

Am Mittwochabend gegen halb sieben heulte die Sirene. Bei Landwirt Norbert Weickert in Waltersdorf in der Nähe der alten Tankstelle stand der große Unterstand, in dem Strohballen lagerten, in Flammen. „Wir waren im Stall, als uns Leute über die ersten Flammen benachrichtigten“, sagt Weickert, „innerhalb von fünf Minuten stand dann alles in Flammen.“

150 Strohballen sind verbrannt

„Die Feuerwehr von Großschönau wurde automatisch mit alarmiert“, sagt Henry Postler, der Ortswehrleiter, „nach unserer Ankunft habe ich auch gleich die Wehren von Jonsdorf und Hainewalde mit angefordert.“ Die Feuerwehr von Zittau wurde durch die Leitstelle alarmiert. Etwa 150 Strohballen standen in Flammen, erzählt der Wehrleiter – eingerollte Einstreu-Halme, die mit einem Netz umschlossen sind. Etwa 1,20 Meter hoch und 1,40 Meter im Durchmesser.

Die 56 Kameraden und acht Fahrzeuge vor Ort hätten die Flammen von allen Seiten bekämpft. „Die Brandnester befanden sich aber in den Strohballen“, erklärt Postler, „deshalb mussten wir sie unterm Dach ablöschen, dann rausholen und draußen nochmal löschen.“ Damit dies gelang, waren zwei Radlader – eine Art Stalltraktor mit Zange – im Einsatz. „Einen habe ich selbst. Mit dem ist ein Feuerwehrmann mit Schutzmaske bis 21.30 Uhr gefahren, bis ich ihn ablöste“, erzählt Bauer Weickert. Der andere sei von einem anderen Unternehmer bereitgestellt und bedient worden. Bis nach 23 Uhr dauerte die Aktion.

Durch die Löscharbeiten sei das Asbest-Dach geplatzt. Bis gestern früh haben laut Weickert vier Mann von der Feuerwehr Wache gehalten. „Das wird Brandstiftung gewesen sein“, vermutet der betroffene Landwirt, der zum Glück gegen Brand versichert ist. Glücklicherweise habe es Südwind gegeben. Somit sei der Stall mit den 40 Milchkühen und 40 Jungtieren verschont geblieben.

Asbest-Dach ist geplatzt

Laut Polizeisprecherin Petra Denkhoff wurden die etwa 150 Strohballen auf einer Fläche von sechs mal 60 Metern von Unbekannten angezündet. Man geht also von Brandstiftung aus. „Auch ein Schwergrubber wurde bei dem Brand beschädigt“, sagt sie. Laut Weickert ist der Schaden an dieser Bodenbearbeitungsmaschine nicht so schlimm wie anfangs gedacht. Wahrscheinlich sei nur das Lager beschädigt. Jedoch müsse die ganze Überdachung ausgetauscht und das Altmaterial entsorgt werden. Vor allem ist der Großteil der für den Winter benötigten Einstreu verbrannt. „Mit dem Drittel meines Strohs, das ich außerhalb, in der Scheune, gelagert hatte, kommen wir nur noch ein paar Wochen hin“, sagt Weickert.

Der Sachschaden wird auf 14000 Euro geschätzt, sagt Polizeisprecherin Denkhoff. Gestern sei bereits der Brandschutzermittler vor Ort gewesen, die Ermittlungen laufen.


 
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