Presse

Freitag, 4. Februar 2011
(Sächsische Zeitung)

Warum das Feuerwehr-Puzzle nicht passt

Von Jan Lange

Die beiden Ortswehren von Leuba und Ostritz arbeiten eng zusammen. Eine Zusammenlegung der beiden Wehren mit einem gemeinsamen Depot ist aber kein Thema. Denn in diesem Fall könne die gesetzlich vorgeschriebene Ausrückzeit nicht mehr für jeden Punkt der Neißestadt eingehalten werden.

Im Altkreis Löbau-Zittau gibt es derzeit 66 Feuerwehren. Auch kleine Orte wie Leuba, Lautitz, Walddorf oder Ottenhain besitzen noch eine eigene Wehr mit Depot.

Wie steht es um die Einsatzbereitschaft?

Vor allem in kleinen Orten klemmt es oft mit der Tagesbereitschaft. Dies bestätigen übereinstimmend die drei für den Altkreis zuständigen Inspektionsleiter Rolf Faltin (Zittau), Christian Kümpfel (Löbau) und Jürgen Kriegel (Oberland). Viele Kameraden arbeiten demnach außerhalb und sind in der Woche tagsüber nicht einsatzbereit. Die Ortswehren arbeiten aber untereinander zusammen, meist bilden sie schon durch Eingemeindungen eine gemeinsame Gemeindewehr. Bei Einsätzen werden die Ortswehren dann zusammen alarmiert. Bricht beispielsweise ein Brand in Ostritz aus, rücken ebenfalls die Kameraden aus Leuba aus. Gleiches gilt auch für Niedercunnersdorf und Ottenhain oder Großschönau und Waltersdorf. Festgelegt haben die Feuerwehren dies in der Alarmausrückeordnung. Oybin und Jonsdorf legen darin fest, dass die Feuerwehr Olbersdorf bei Bränden in ihren Gemeinden mit alarmiert wird.

warum fusionieren die Ortswehren nicht?

Laut den gesetzlichen Vorschriften müssen die Wehren den Einsatzort 13 Minuten nach der Alarmierung erreicht und mit der Löschung des Brandes begonnen haben. Zieht man davon die Zeit ab, bis die Kameraden im Depot sind und das Fahrzeug ausrücken kann (in der Regel fünf Minuten), verbleiben acht Minuten für Fahrzeit und Rettung. Bei einer Fusion von Ortswehren ist in dieser Zeit nicht mehr jeder Punkt der Gemeinde zu erreichen. Würde zum Beispiel das Waltersdorfer Depot aufgelöst und es gäbe nur einen Stützpunkt in Großschönau, können von dort die Bauden auf der Lausche in der vorgeschriebenen Ausrückzeit nicht erreicht werden. Dies gilt ebenso für Ostritz. Hier kann vom Depot an der Schulstraße das Gewerbegebiet Hagenwerder, das zum Teil auf Ostritzer Flur liegt, innerhalb von 13 Minuten nicht erreicht werden.

Warum bauen die Wehren kein neues, zentrales Depot?

Für die Erneuerung oder den Neubau von bestehenden Feuerwehrdepots wurden fast immer Fördermittel eingesetzt. Werden die Gebäude innerhalb von 25 Jahren aufgegeben, müssen die staatlichen Gelder zurückgezahlt werden. Die neuen Depots müssten bis zum Ablauf der Frist ohne Förderung errichtet werden – für den Großteil der Kommunen unmöglich.

Auch andere Gründe können den Neubau eines gemeinsamen Depots verhindern – wie das Beispiel Bertsdorf-Hörnitz zeigt. Hier wurde über eine Fusion der beiden Ortswehren vor einiger Zeit nachgedacht. Dafür hätte ein neues Depot in zentraler Lage gebaut werden müssen. Doch es fand sich kein passendes Grundstück. Deshalb haben die Wehren von einer Fusion wieder Abstand genommen.

Gab es dennoch Fusionen von Ortswehren?

Im Löbauer Raum wurden im Zuge der Eingemeindung von Kittlitz nach Löbau mehrere Ortswehren in andere Löschtruppen integriert. So schlossen sich die Kameraden von Kleinradmeritz und Wohla der Wehr in Lautitz an, die Ortswehren von Carlsbrunn und Oppeln fusionierten mit der von Kittlitz. Die Wehren von Georgewitz und Bellwitz gingen zu Rosenhain dazu.

Gibt es aktuelle Fusionsbestrebungen?

Rund um Löbau ist der Fusionsprozess abgeschlossen. Christian Kümpfel sieht keinen Spielraum für weitere Zusammenschlüsse. Geplant ist eine Fusion dagegen in Hirschfelde. Hier sollen die Wehren von Hirschfelde, Dittelsdorf und Wittgendorf zusammengelegt werden, ein neues Depot ist auf der Dr.-Külz-Straße geplant.

Können geplante Fusionen verhindert werden?

Wenn die Abweichungen von gesetzlichen Vorschriften gravierend sind, können die Kreisbrandmeister sich gegen eine Fusion wenden. Kleinere Abweichungen müssen die Kommunen als Träger der Feuerwehren selbst verantworten.
 
Donnerstag, 27. Januar 2011
(Sächsische Zeitung)

OBERSEIFERSDORF

Solaranlagen sind keine Gefahr für Feuerwehr

Von Thomas Zenker

Mike Poblenz (2.v.re.) erklärt Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Mittelherwigsdorf eine Solaranlage.Foto: Matthias Weber

Mike Poblenz ist verärgert. Von mehreren Seiten sieht er derzeit Probleme auf seine Firma zukommen. Der junge Heizungstechniker hat sich 2004 selbstständig gemacht. Mit seiner Firma vertreibt und montiert er Module für so genannte Photovoltaikanlagen, mit denen Solarstrom gewonnen wird. Nach einem schwierigen Start sind die vergangenen Jahre für Poblenz sehr gut gelaufen.

Jedoch mehren sich im Moment kritische Stimmen. Die Technik sei ein Problem für die Feuerwehrleute, wenn ein Brand gelöscht werden müsse, weil dauerhaft Strom produziert werde und unter Umständen die großen Module komplett vom Dach fallen könnten (die SZ berichtete).

Diese Aussagen sieht der junge Solartechniker als Gefahr fürs Geschäft und geht in die Offensive: Er bietet den Feuerwehren in der Umgebung an, die Technik vorzustellen und erläutert, was bei starker Hitzeentwicklung geschieht. Die Wehren in Großhennersdorf, Mittelherwigsdorf und Olbersdorf haben schon ihr Interesse angemeldet. „Wir haben im Ort relativ viele und große Photovoltaikanlagen“, sagt Ralf Weinhold, Wehrleiter der Großhennersdorfer. „Da ist es wichtig, die markanten Punkte einer solchen Anlage zu kennen.“

Mike Poblenz montiert an seine Module prinzipiell einen Abrutschschutz aus Edelstahl, der bei Hitze nicht schmilzt. „Das ist eine Lösung, die es schon ewig gibt“, sagt er. „Da fällt keinem Feuerwehrmann was auf den Kopf.“ Dass die Module dauerhaft unter Strom stünden erklärt er für Unsinn: „Bei großer Hitze schmelzen die Leitungsanschlusskästen aus Plastik zuerst weg“, erklärt er. Ohne die fließe auch kein Strom.

„Selbst wenn“, sagt Rolf Faltin, stellvertretender Kreisbrandmeister in Zittau. „Eine geschulte Feuerwehr weiß, welche Sicherheitsabstände einzuhalten sind.“ Er hält die Debatte für zugespitzt und begrüßt die Initiative des Mittelherwigsdorfers. „Die Kameraden lernen etwas und der Anbieter der Technik bekommt von ihnen Hinweise.“ Eine gesetzliche Regelung stehe zwar aus, aber Faltin sieht gute Ansätze. Die „Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes“ hat ein Merkblatt für Einsätze an Photovoltaik-Anlagen herausgegeben, dass auf dem Stand der Technik sei.

Kunden haben Angst

Poblenz hat jedoch schon Kunden verloren, die aus Angst, dass die Feuerwehr im Brandfall nicht löschen kann, vom Auftrag zurückgetreten sind. Der stellvertretende Wehrleiter von Mittelherwigsdorf, Rico Heine, versteht den Ärger des Unternehmers und findet die Argumente lächerlich. „Nur schlecht informierte Feuerwehren sehen so große Gefahr in der Photovoltaik. Hier wird übertrieben“, sagt er. Deshalb haben sich die Mittelherwigsdorfer auch schon von ihrem Nachbarn informieren lassen.

Poblenz leistet außerdem Überzeugungsarbeit bei seinen Kunden. Er bittet sie, einen Plan der Anlage im Eingangsbereich ihrer Häuser aufzuhängen. „Es ist doch schon viel geholfen, wenn die Feuerwehr weiß, wie die Kabel liegen“, sagt er.

Seit vergangener Woche kommt eine weitere Herausforderung auf den Unternehmer zu: Die Bundesregierung will die Kürzung der Einspeisevergütung für Solarstrom auf den Juli 2011 vorziehen, denn die Branche wächst sehr schnell.

Mike Poblenz bleibt dennoch optimistisch: „Das ist einfach eine zukunftsträchtige Technologie und bringt Kunden wie Firmen Profit.“ Dass dieser von allen Verbrauchern gesponsert wird, sieht er nicht als Problem. „Die großen Stromkonzerne erhöhen seit Jahren die Preise und machen Rekordumsätze“, sagt er. „Da sollen wir Kleinen Schuld an den hohen Strompreisen haben?“

Aktualisiert (Samstag, den 29. Januar 2011 um 13:32 Uhr)

 

Feuerwehr erhält Polo-Shirts

Mittwoch, 22. Dezember 2010
(Sächsische Zeitung)

Feuerwehr erhält Polo-Shirts

als Dankeschön

Großschönau

Bei einem gemütlichen Ausklang der letzten Gemeinderatssitzung des Jahres dankte am Montagabend Bürgermeister Frank Peuker dem Gemeinderat sowie den Mitarbeitern in der Gemeindeverwaltung, der Touristinformation und dem Bauhof für ihre geleistete Arbeit. Bereits im Vorfeld hatte er sich dafür auch besonders bei den Kameraden der Feuerwehr bedankt. „Für sie ist 2010 ein ganz besonderes Jahr gewesen, das an die Kameraden wirklich alle Herausforderungen wie Brände, Hagel und Hochwasser bereithielt“, sagte er.

Statistisch sind die Kameraden in diesem Jahr bisher zu 44 Einsätzen ausgerückt. Wobei allerdings die zahlreichen Einsätze beim Hochwasser nur als Einsatz gezählt werden. Als Dankeschön wollte sich die Gemeinde deshalb mit an den Kosten für die Weihnachtsfeier der Feuerwehr beteiligen. Doch das ist auf Wunsch der Kameraden geändert worden. „So ein schöner Abend ist schnell vorbei und vergessen, meinen die Kameraden“, erzählt Frank Peuker. Sie hatten ihn dafür einen anderen Wunsch genannt. Als Anerkennung für ihre geleistete Arbeit würden sie sich sehr über ein neues Polo-Shirt mit der Aufschrift Gemeindefeuerwehr Großschönau freuen. Und den Wunsch hat die Gemeinde natürlich auch gern erfüllt. (SZ/hg)

Foto: OF Waltersdorf

(Foto nicht im Artikel enthalten)

 

Schwelbrand auf den Zimmerdielen

Dienstag, 14. Dezember 2010
(Sächsische Zeitung)

Schwelbrand auf den Zimmerdielen

Großschönau

Feuerwehr und Polizei sind gestern Morgen gegen 4.30Uhr zu einem Wohnungsbrand in die Großschönauer Hauptstraße gerufen worden. Dort war auf ungefähr einem Quadratmeter Zimmerdielung ein Schwelbrand entstanden. Wie die Polizeidirektion Oberlausitz-Niederschlesien dazu mitteilt, sei ersten Erkenntnissen zufolge Glut aus einem Ofen auf die Dielen gefallen, als der Wohnungsinhaber gerade anheizen wollte. Nun laufen Ermittlungen unter anderem wegen fahrlässiger Brandstiftung.

Der Mann musste zur Beobachtung in eine Krankenhaus gebracht werden, heißt es weiter von der Polizei. Der entstandene Sachschaden in der Wohnung steht in keinem Verhältnis zum Aufgebot an Einsatzkräften. Der durch das Feuer angerichtete Schaden belaufe sich auf eine Höhe von geschätzten lediglich rund 100Euro, informiert die Polizeidirektion. (SZ)

Einsatzbericht unter:
 

Brandstiftung auf dem Bauernhof

Freitag, 12. November 2010
(Sächsische Zeitung)

Brandstiftung auf dem Bauernhof

Von Katja Zimmermann
Ein verkohlter Strohballen zeugt noch von dem Brand, der am Mittwochabend ausgebrochen war. Die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung. Foto: MatthiasWeber

Am Mittwochabend gegen halb sieben heulte die Sirene. Bei Landwirt Norbert Weickert in Waltersdorf in der Nähe der alten Tankstelle stand der große Unterstand, in dem Strohballen lagerten, in Flammen. „Wir waren im Stall, als uns Leute über die ersten Flammen benachrichtigten“, sagt Weickert, „innerhalb von fünf Minuten stand dann alles in Flammen.“

150 Strohballen sind verbrannt

„Die Feuerwehr von Großschönau wurde automatisch mit alarmiert“, sagt Henry Postler, der Ortswehrleiter, „nach unserer Ankunft habe ich auch gleich die Wehren von Jonsdorf und Hainewalde mit angefordert.“ Die Feuerwehr von Zittau wurde durch die Leitstelle alarmiert. Etwa 150 Strohballen standen in Flammen, erzählt der Wehrleiter – eingerollte Einstreu-Halme, die mit einem Netz umschlossen sind. Etwa 1,20 Meter hoch und 1,40 Meter im Durchmesser.

Die 56 Kameraden und acht Fahrzeuge vor Ort hätten die Flammen von allen Seiten bekämpft. „Die Brandnester befanden sich aber in den Strohballen“, erklärt Postler, „deshalb mussten wir sie unterm Dach ablöschen, dann rausholen und draußen nochmal löschen.“ Damit dies gelang, waren zwei Radlader – eine Art Stalltraktor mit Zange – im Einsatz. „Einen habe ich selbst. Mit dem ist ein Feuerwehrmann mit Schutzmaske bis 21.30 Uhr gefahren, bis ich ihn ablöste“, erzählt Bauer Weickert. Der andere sei von einem anderen Unternehmer bereitgestellt und bedient worden. Bis nach 23 Uhr dauerte die Aktion.

Durch die Löscharbeiten sei das Asbest-Dach geplatzt. Bis gestern früh haben laut Weickert vier Mann von der Feuerwehr Wache gehalten. „Das wird Brandstiftung gewesen sein“, vermutet der betroffene Landwirt, der zum Glück gegen Brand versichert ist. Glücklicherweise habe es Südwind gegeben. Somit sei der Stall mit den 40 Milchkühen und 40 Jungtieren verschont geblieben.

Asbest-Dach ist geplatzt

Laut Polizeisprecherin Petra Denkhoff wurden die etwa 150 Strohballen auf einer Fläche von sechs mal 60 Metern von Unbekannten angezündet. Man geht also von Brandstiftung aus. „Auch ein Schwergrubber wurde bei dem Brand beschädigt“, sagt sie. Laut Weickert ist der Schaden an dieser Bodenbearbeitungsmaschine nicht so schlimm wie anfangs gedacht. Wahrscheinlich sei nur das Lager beschädigt. Jedoch müsse die ganze Überdachung ausgetauscht und das Altmaterial entsorgt werden. Vor allem ist der Großteil der für den Winter benötigten Einstreu verbrannt. „Mit dem Drittel meines Strohs, das ich außerhalb, in der Scheune, gelagert hatte, kommen wir nur noch ein paar Wochen hin“, sagt Weickert.

Der Sachschaden wird auf 14000 Euro geschätzt, sagt Polizeisprecherin Denkhoff. Gestern sei bereits der Brandschutzermittler vor Ort gewesen, die Ermittlungen laufen.

 

Wohnung nach Brand unbewohnbar

Mittwoch, 3. November 2010
(Sächsische Zeitung)

Wohnung nach Brand unbewohnbar

Von Holger Gutte


Nach dem Brand vom Montagabend ist die Erdgeschosswohnung in der Gartenstraße 16 in Großschönau vorerst unbewohnbar.Foto: WWG

Ein schlimmes Ende hätte ein Wohnungsbrand am Montagabend in der Gartenstraße 16 in Großschönau nehmen können. Als hier eine 88-jährige Frau gegen 19Uhr ihren Fernseher einschaltete, soll das Gerät plötzlich leicht zu qualmen angefangen haben. „Die Frau hat deshalb zum Glück ihren Sohn in Hainewalde angerufen. „Der hat schnell gehandelt und ist sofort losgefahren. Denn als er bei seiner Mutter ankam, ist deren Erdgeschoss-Wohnung schon völlig verqualmt gewesen“, schildert der Geschäftsführer der Wohnbau- und Wärmeversorgung Großschönau (WWG) GmbH, Tobias Steiner. Das Wohnungsunternehmen verwaltet das Mehrfamilienhaus in der Gartenstraße für den Eigentümer, die Theodor-Haebler-Vermächtnisstiftung.

Gleich bei seinem Eintreffen hat der Sohn der Mieterin um 19.07Uhr die Feuerwehr alarmiert. Kurz darauf sind neben der 88-jährigen Rentnerin auch noch drei weitere Mieter – eine 76-jährige Frau, ein 46- und 71-jähriger Mann – in die Kliniken nach Ebersbach und Zittau wegen Verdachts auf Rauchgasvergiftung und zum Teil zur medizinischen Überwachung eingeliefert worden. In beiden Krankenhäusern werden je zwei Verletzte behandelt.

Wie der WWG-Geschäftsführer berichtet, ist einer der vier Verletzten gestern Nachmittag wieder entlassen worden. Eine Mutter mit Kind ist zum Glück als der Brand ausbrach, nicht in ihrer Wohnung gewesen. Zur Brandursache und zur Schadenshöhe konnte die Pressesprecherin der Polizeidirektion, Petra Denkhoff, gestern noch nichts sagen. „Es wird vermutet, dass der Brandherd der Fernseher war.“ Ein Brand-Experte der Kripo ist gestern vor Ort gewesen.

„Die Wohnung der 88-jährigen Frau ist erst einmal durch die Brand- und Löschschäden unbewohnbar“, sagt der WWG-Geschäftsführer. Wegen der starken Rußentwicklung muss wahrscheinlich sogar der Putz von den Wänden gehackt werden. Auch die Möbel sind Opfer der Flammen geworden. Das ebenfalls total verrußte Treppenhaus sollte gestern gereinigt werden. Malerarbeiten sind dann hier aber trotzdem noch notwendig, sagt Tobias Steiner.

Insgesamt 26 Kameraden der Ortsfeuerwehren von Großschönau und Waltersdorf sind am Montag bis 21.30 Uhr im Einsatz gewesen, berichtet Großschönaus Wehrleiter Dieter Neumann.
 

Nachrichtenblatt 07

Vor wenigen Tagen konnten wir in Waltersdorf einen besonderen Anlass begehen. Die In-Dienststellung eines neuen Feuerwehrfahrzeuges ist immer ein wichtiger Höhepunkt bei der Feuerwehr, insbesondere dann, wenn es sich wie bei uns um eine im Verhältnis kleine Ortsfeuerwehr handelt und das bisherige Fahrzeug viele Jahrzehnte treue Dienste leisten musste. Das neue Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wassertank (TSF-W) unterscheidet sich nicht nur in Farbgebung und Design deutlich von seinem Vorgänger, vielmehr entspricht es in Motorisierung, Ausstattung und Ausrüstung dem neusten technischen Stand. Natürlich schlägt sich das auch im Preis nieder. So hat das neue Feuerwehrfahrzeug ca. 125.000 € gekostet, davon tragen 75 % der Freistaat Sachsen/Landkreis Görlitz (93.750 €) und 25% die Gemeinde Großschönau (31.250 €). Die beste Technik ist jedoch nutzlos, wenn sich keine freiwilligen Kameraden finden, die damit entsprechend umgehen können, sich für das Wohl der Gemeinschaft ehrenamtlich engagieren und in schwierigen Situationen sich für ihre Mitbürger einsetzen. Hier sind wir nach einer Phase des Umbruchs und Unsicherheit wieder auf sehr gutem Stand und verfügen über eine aktive junge Mannschaft, die im engen Miteinander mit der Gemeindewehr Großschönau diese kommunale Pflichtaufgabe meistert. Das bisherige Fahrzeug wurde immerhin im März 1969 also vor über 41 Jahren zugelassen. Ohne den hohen Einsatz der Kameraden - vor allem in Zeiten der „Mangelwirtschaftszeit" - wäre das Fahrzeug nicht bis heute verwendbar gewesen und nicht in diesem vorzeigbaren Zustand. Mit der Übernahme des neuen Fahrzeugs wurde der alte ROBUR in die bewährten Hände des Fördervereins der FFW Waltersdorf e.V. übergeben und wird von ihm weiterhin erhalten und gepflegt. Auch für nachfolgende Generationen ist es sehr schön, wenn Zeitgeschichte erhalten und gezeigt werden kann. Bei aller Freude über die dringend notwendige Beschaffung des neuen Fahrzeugs: Wenn es nicht zum Einsatz kommen muss, wäre es noch besser! Für die dennoch notwendigen Einsätze wünsche ich den Kameraden gute Fahrt und dass sie wohl-behalten und gesund zurückkehren.

Frank Peuker, Bürgermeister
Waltersdorfer Ortsfeuerwehr verabschiedet Ihr altgedientes Einsatzfahrzeug und stellt das moderne Fahrzeug in Dienst.
 
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